Gefahrstoffrecht vor Gericht: Urteilsanalysen zum Gefahrstoffrecht und Schlussfolgerungen für die betriebliche Praxis
Datum und Uhrzeit
09.12.2026
10:00 Uhr – 15:30 Uhr
Preis pro Seminar
519,00 €zzgl. MwSt.
Dauer
1 Tag
Trainer/-in
Prof. Dr. Thomas Wilrich
Teilnehmer
Max. 20
Fragen?
Inhalt
Schwere Unfälle mit Gefahrstoffen sind selten Zufall – sie sind meist das Ergebnis organisatorischer Mängel. Die Folgen reichen von Explosionen und Bränden bis hin zu tödlichen Vergiftungen – und nicht selten zu strafrechtlicher Verantwortung für Führungskräfte und Verantwortliche.
Dieses Seminar analysiert fünf prägnante Strafurteile deutscher Gerichte. Im Fokus stehen typische Schwachstellen wie unzureichende Gefährdungsbeurteilungen, mangelhafte Unterweisungen und Defizite im Fremdfirmenmanagement.
Auf dieser Basis werden die zentralen Anforderungen der Gefahrstoffverordnung und der Störfallverordnung praxisnah eingeordnet. Ziel ist es, Haftungsrisiken klar zu erkennen und wirksame Maßnahmen für eine rechtssichere und sichere betriebliche Praxis abzuleiten.
Zielgruppe
- Fachkräfte für Arbeitssicherheit
- Fremdfirmenkoordinatoren
- Gefahrstoff-und Umweltbeauftragte
- Arbeitgeber und Dienstherren
- Unternehmer und Betreiber
- Geschäftsführer und Führungskräfte
- Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter
- Versicherungen und Unfallversicherungsträger
Überblick
- Explosion nahe einer Bäckerei in Lehrberg (Amtsgericht Ansbach)
- Brand des Zinkklumpens im Kunststoffmülleimer bei Schulversuch (Amtsgericht Hamburg)
- Bauschaumexplosion bei Bauwerksabdichtung (Amtsgericht Heidelberg)
- Vergiftungstod des Praktikanten bei Motorbootreinigung (Amtsgericht Limburg)
- Urteil des Landgerichts Frankenthal zur Explosion auf BASF-Chemiegelände 2016: Gerichtliche Aussagen zu Pflichten beim Flexen, zum Fremdfirmenmanagement und zur Störfallverordnung